„Der Heidelberger Halbmarathon gehört in die Vita eines jeden Läufers."
So kann man es auf der Homepage des Veranstalters lesen und dies motivierte wohl in diesem Jahr Manfred Karsch, eine der begehrten Startnummern zu bekommen. Während seine Mitläufer Werner Eitel und Evi Lacher- Jurmeister bereits ihre Erfahrungen in Heidelberg gemacht hatten, nahm er sich den Klassiker zum ersten Mal vor.
Die Strecke, limitiert für 3500 Läufer weist 500 Höhenmeter aus und bei den sommerlichen Temperaturen am Sonntag war es wieder eine echte Herausforderung. Wer den Lauf in Heidelberg kennt wird sich wundern, dass 1981 bei den ersten Ideen für eine Volkslaufstrecke in und um die Stadt am Neckar eine ganz andere Streckenführung geplant war: Vom Start weg sollte es hoch zum Schloss gehen. Die erste giftige Steigung also gleich auf den ersten Kilometern; da hätte wohl kaum ein Läufer das Wahrzeichen Heidelbergs und den Blick von oben auf die Flusslandschaft genießen können. Zum Glück suchte man dann nach Alternativen und fand schließlich jene 21,1 km-Runde, die in ihren Grundzügen bis heute Bestand hat: aus der Altstadt über den Neckar zum Philosophenweg, hinaus nach Ziegelhausen und Schlierbach und erst dann hoch zum Schloss. Wer nun gegen Ende des Laufs Pulverturm und Schlosshof passiert, hat zwar schon 19 Kilometer in den Beinen, aber auch die Gewissheit, dass es von hier nur noch bergab geht.
Manfred erreichte als Erster das Ziel nach 1:56,30 (16. Platz AK), Evi kam mit einer Zeit von 2:04,21 an (15. Platz AK) und Werner benötigte 2:25,00 (14. Platz AK) für die anspruchsvolle Strecke.
Und im nächsten Jahr? Da hat der Heidelberger Halbmarathon seinen 30. Geburtstag. Vielleicht laufen dann ja noch mehr Skiclübler mit.